Im deutschen Einzelhandel beginnt die Debatte oft schon im Oktober: Wann dürfen die ersten Weihnachtsmotive ins Schaufenster? Die Antwort hängt weniger vom Wunsch nach Sichtbarkeit ab als vom Sortiment und vom Tempo der Stammkunden.

Wer Geschenke mit langer Lieferzeit führt, braucht früher Aufmerksamkeit. Wer auf Impulskäufe und Geschenkkarten setzt, kann später starten und die Spannung halten. Entscheidend ist, dass das Fenster klar begrenzt ist — und nicht mit Halloween-Restposten überlappt.

Praktisch hilft eine einfache Regel: Öffnen Sie das Weihnachtsfenster erst, wenn mindestens 70 Prozent der geplanten Weihnachtsartikel lagernd oder terminiert sind. Sonst verkaufen Sie Erwartung, die Sie nicht halten können.

Planen Sie außerdem eine stille Woche vor dem ersten großen Wochenende im Dezember. In dieser Phase ruhen neue Motivwechsel; bestehende Botschaften werden verdichtet, nicht ersetzt. So bleibt die Kampagne lesbar, statt sich selbst zu überholen.

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